Arbeiten

Die Arbeiten von Reto Bärtschi haben viele verschiedene Gesichter.

Figuren

Er arbeitet als Bildhauer und liebt es mit Kraft seiner eigenen Hände etwas zu erschaffen. Er hat Energie und auch körperliche Stärke und eine immerwährende Lust, künstlerisch tätig zu sein. Es entstanden Skulpturen wie das Sternguckermotiv, die Sternschnuppeneinfangmaschine und die Wächter. Eisenplastiker haben in der Schweiz eine sehr lange Tradition. Reto Bärtschi bereichert und differenziert diese mit einem riesigen Ideenreichtum bis hin zur Schöpfung von Elementar-Monumenten. Er sucht sich seinen Werkstoff nicht auf dem Schrottplatz oder bei der Waffenschmiede. Er kreiert seine Schöpfungen in Kombination mit unerwarteten Werkstoffen und bezieht selbst die Natur mit ein.

Zeichnungen

In seinen filigranen Zeichnungen - ganz zart und genau und so auch wieder klar und kräftig, lässt Reto Bärtschi Linien auf dem Papier entstehen, die zuweilen sofort, manchmal auch erst nach einer Weile des Betrachtens ein Eigenleben erhalten. Sie verweisen auf das, was jenseits der messbaren Dinge sichtbar werden kann.

Schnürlischrift

Geheimnisvoll - Reto Bärtschi zeichnet nach seinem Selbstverständnis Gedichte, die Geschichten erzählen. Geschichten über Menschen, phantasievolle und poetische Geschichten, die dem Betrachter nicht einfach ins Auge springen, die dieser vielmehr erspüren, ergründen muss. Bärtschi, dem der Schalk im Nacken sitzt, schreibt «seine» Geschichten in seiner krakeligen Schnürlischrift, nur ist diese Schrift nicht oder kaum zu lesen. Er macht die Geschichten damit zu seinem intimen Geheimnis und lädt dennoch gleichzeitig jedermann und jedefrau ein, die eigene zu suchen und zu finden. Es wächst ein Werk heran, voller Poesie, gezeichnet mit meisterhaftem Strich und in einer Frechheit und Detailverliebtheit, die im schroffen Gegensatz zu viel Grobschlächtigkeit dieser Zeit steht, Kunst von einzigartiger Eigenständigkeit, die immer wieder aufs Neue zu Entdeckungen einlädt.